Schildkrötenwut

Dokumentarfilm   D | 2012

„Als ich zwölf war, ging mein Vater nach Palästina zurück. Wir blieben in Berlin. Sein Traum, sich ein Haus zu bauen und für die Freiheit Palästinas zu kämpfen, scheiterte: Er wurde von den Israelis ausgewiesen. Da stand er wieder vor unserer Tür. Müde Augen. Müde Knochen. Meine Mutter schaute ihn an, sagte nichts und ließ ihn rein. Seitdem sitzt er unten im Keller. Wie eine Schildkröte zurückgezogen in seinem Panzer.“

Schildkrötenwut erzählt die Geschichte eines Mannes mit vielen Rätseln, dessen Leben geprägt ist von Flucht und Vertreibung, dem Leben im Exil und der gescheiterten Rückkehr nach Palästina. Eine Biographie, vom israelisch-palästinensischen Konflikt zerrissen. Es ist die Geschichte des Vaters der Regisseurin und daher auch die Suche einer Tochter nach Antworten. Eine Reise von Vater und Tochter durch Ägypten, Palästina und Jordanien. Eine Geschichte mit vielen Zwischentönen, die ein Denken in Opfer und Täter, Gut und Böse, Schwarz und Weiß unmöglich macht.

FESTIVALS

  • Visions du Réel (Nyon, Schweiz) 2012
  • Internationales Frauen Film Festival Dortmund | Köln 2012
  • Achtung Berlin Award 2012
  • Dok.Fest Internationales Dokumentarfilm Festival München 2012
  • Beeld voor Beeld Amsterdam
  • Asiatica Film Mediale Rom
  • 36.Duisburger Filmwoche 2012

  • Docest Rumänien
  • Internationales Dokumentafilm Festival Taiwan
  • 9. Dubai International Film Festival 2012
  • Aljazeera International Documentary Film Festival 2013

PREISE

  • Visions du Réel (Nyon: Regard Neuf) 2012
  • Award of the City of Rome 2012 für besten Dokumentarfilm
  • Förderpreis der Stadt Duisburg 2012, Publikumspreis der Rheinischen Post für den beliebtesten Film
  • Bester Film und Produzentenpreis beim Dubai International Film Festival in der Kategorie Arabischer Dokumentarfilm 2012 - Al Jazeera Golden Award, 9th Aljazeera International Documentary Film Festival 2013

Buch und Regie:
Pary El-Qalqili

Kamera:
Aline László

Schnitt:
Ulrike Tortora

Produzent:
Khaled Kaissar

Genre:
Dokumentarfilm

Länge | Material:
70 Min. | HD

Produktionsjahr:
2012

Produktion:
Kaissar Film


In Koproduktion mit:
BR, Arte & HFF München

Redaktion: 
Christian Baudissin (BR), Prof. Jochen Kölsch und Monika Lobkowicz (Arte)

Verleih:
mec Film

Kinostart:
Mai 2012